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Bewegung

November – die Äste der Bäume 
sind traurig und leer.
Jedes verlorene Blatt hat
eine Narbe hinterlassen.
Verstreute Blätter überall.

Eigentlich fällt mir nichts Besonderes
an der großen kahlen Eiche auf. 
Auf ihren  Ästen  hocken
vor dem gläsernem Himmel
dicke schwarze Vögel und
wippen auf und nieder – hin und her.

Vier, fünf oder sechs schwarze Gesellen sitzen dort
von der Geschmeidigkeit der Äste bewegt.
Die Äste schaukeln von der Bewegung der Vögel.
Hin und her – her und hin.
Bald bringt der Frost das Leben im Wald zum Erstarren.

Plötzlich schlägt das schwarze Geschwader
heftig mit all seinen Flügeln
und schwingt sich  in den Himmel aus Glas,
der nicht zerbricht,
er ist anscheinend nur aus Glas.
„Krah, krah!“ rufen sie sich zu.
Sie ahnen nicht, welche Kunststücke
sie auf den kahlen Ästen der Bäume
vollbracht haben. Auch sind sie gute Masseure 
für die vernarbten Äste vor
dem großen Einbruch der starren Kälte.

Und irgendwie wundert es mich,
dass ein einzelner dünner Ast
so schwere schwarze Vogel tragen kann 
–  hin und her – auf und ab – auf und nieder...


 
 

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