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Der Beginn einer dauerhaften Freundschaft

Ein Zwerg lief barfuß in die Stadt,
weil er keine Schuh´ mehr hat.
Er rannte hin, er rannte her,
so Winzlingsschuhe gab´s nicht mehr.

Schnell rannte er auf flinken Füßen
raus aus der Stradt, Natur genießen.
Wen sah er da an Flusses Rand?
Der Riese Max saß dick am Strand.

Der gönnte sich die Mittagsruhe,
entledigte sich seiner Schuhe,
legte sich dann zum Schlafen hin, 
herab fiel gleich sein müdes Kinn.

Der Zwerg ließ seine Muskeln spielen,
schubste  ´nen Schuh in den Fluss, den kühlen.
Flugs sprang er hinterher ins „Boot“.
Er schaffte das – mit großer Not.

Doch hatte er eines nicht bedacht.
Der Schuh ward nie zum Schuster ´bracht.
Durch das Loch  im Riesenschuh
drang Wasser ein und stieg im Nu.

Der Kleine konnt sich nicht besinnen,
dass er könnt im Wasser schwimmen.
Er kletterte die „Bootswand“ rauf.
Das Schicksal nahm nun seinen Lauf.

Auf des Ufers feuchter Wiese,
stand fluchend der erwachte Riese.
Er tapste in das Wasser rein
mit seinem riesengroßen Bein.

Fischte den Zwerg aus kühlem Nass:
„Du Winzling du, was soll denn das?
Ich kann nicht ohne Schuhe laufen.
Muss mir jetzt ein Paar neue kaufen!“

Kräftig schüttelte er den Kleinen.
Laut fing dieser an zu weinen:
„O Riese Max, wär das nicht schön,
wenn wir zusammen kaufen geh´n?“

Der Riese Max war nun heilfroh.
Allein schämt´ er sich sowieso.
Mit dem Zwerglein in der Hand
er barfuß  in die Stadt gerannt.
 

Die Verkäuferin im Geschäft
war jung und hübsch und wirklich nett.
Vor der Tür maß sie die Schuhe an, 
da Riese Max nicht in den Laden kann.

Das hatt´die Verkäuferin klug bedacht.
Alle haben nun gelacht.
Mit den neuen Schuh´n an den Füßen
konnten Zwerg und Ries´ die Welt genießen.

Sie sind jetzt Freunde, das ist wahr!
Kaufen  jedes Jahr ein neues Paar!
Jedoch das Schuhgeschäft in unsrer Stadt
für Menschen nun geschlossen hat.

Schade!
 


 
 

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