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Dias...

Er war ein ganz normaler Jugendlicher
damals im Frühling.
Er lachte nur, hielt sie zwischen eiserner
Umklammerung und Bieratem fest.
Die defekte Gaslaterne an der Straßenecke
flackerte und erlosch.
Der Himmel schwieg
unter der Last von toten Engeln.
Kein Fußgänger war in der Nähe.
Die Nacht warf das
große schwarze Tuch
über die Scham.
Aufbäumen, Wimmern,
vergebliches Wehren.
E  r   w a r   s t a r k .
Häuserruinen neben
dem breiten Bürgersteig.
Ein Lehmhaufen,
geformt wie ein frischer Grabhügel,
darauf hingeworfen mit aller Wucht
ein Mädchen.
Höhnisches Lachen:
„Tu doch nicht so,“
und dann:
„Das wusste ich nicht.“
Was denn?
„Wehe, du sagst was!“
Wem denn??

Kein Mensch
kam vorbei.
Schmerzende
beschmutzte
Hilflosigkeit.

Sie verlor nie ein Wort darüber.
Und warum heute?
Endlich spricht „sie“
über „sie“.
Ein Film läuft ab.

Die Erinnerung
hütet pedantisch
die Bilder aus der
Vergangenheit,
blendet sie ein,
wenn sie aufgerufen werden.
 


 
 

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