zurück
 
 
Herbstesz(l)eit

Noch einmal 
will ich
im Ausklang des Sommers
den betörenden
Duft der Rosen
einatmen.  

Schon werden 
welkende Blätter
vom Herbstwind gejagt.
Tanzend flüchten
sie vor dem Tod
in den Tod.

Bedenkenlos
hebe ich 
abgestürzte Blätter auf,   
ahne ihr Weh.

Hilfe suchend
schmiegen sie sich
in meine warme
geöffnete Hand.

Gleichgültig lasse ich
sie wieder fallen.    

Und jedes Jahr,
das gleiche Erleben,                  
das gleiche Spiel,
die gleichen Blätter,
das gleiche Weh,
der gleiche Wind,

und niemals wieder
dasselbe Erleben,
dasselbe Spiel,
dieselben Blätter,
dasselbe Weh,
derselbe Wind.

Unabweichlich
das Vergehen.

 


 
 

:
 
 
 
 

: