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Verbrannte Gedichte

- einsames Herz
- doch mit brennendem Lichte
- steigen sie himmelwärts
- nichts geht verloren auf dieser Welt
- wohl dem, auf den „ES“ herniederfällt!

DAS IST MAL WIEDER EIN RICHTIGER AUSRUTSCHER!

Nun aber dalli:

Die meisten Gedichte verbrennen schon in meinem Herzen. Was er packen konnte an „Gekritzel“, warf mein Mann vor vielen Jahren in die Koksheizung des Hauses. „Stopf lieber Socken,“ meinte er, „und mach die Buchhaltung ordentlich!“ Dabei habe ich das alles korrekt ausgeführt!

Ich könnte, wenn ich wollte, jeden Tag unzählige Gedichte schreiben (ha, ha, ha!). So – jetzt kommt´s! Ich bin eine faule Kuh! Es ist gar nicht so einfach, Gedichte zu schreiben. Die beiden ewigen Kontrahenten – Verstand/Gefühl –unter einen Hut zu bringen,  ist ein sehr schwieriges Unterfangen. Aber Kuh – irgendwie stimmt das schon: ICH KÄUE STÄNDIG WIEDER. Und wenn ich keinen (äußeren oder inneren) Zwang verspüre, dann, ja dann – gibt´s halt kein Gedicht – und Mittagessen sowieso nicht!

Aber tätig sind ständig die Gedanken 

- diese flinken Männlein, 
- diese hinterhältigen Kobolde,
- diese Prinzeßchen auf der Erbse,
- diese – diese Strolche,
- diese Heckenpenner,

wenn sie sich nach draußen drängeln, 
wechseln sie ihr Gesicht – ihre Farbe.

Sie sterben draußen – die Gedanken.

Ihr Sarg sind die Worte.


 


 
 

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